Reto

Warum gerade Leica?

Warum gerade Leica?

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Viele fragten mich, warum tust du dir dass eigentlich an, so viel Geld auszugeben und doch dafür so wenig zu bekommen. Preis-Leistung stimmt hier doch gar nicht. Ich sehe das doch etwas anders, ich bekomme die pure Aura, die reine Zentralisation die ich für mich bekommen kann wenn es nur um das reine fotografieren im technischen Sinne geht. Keine 693 Phasen-AF-Punkte, keine Gesichtserkennung und schon gar kein Augen-Autofokus, der mich bevormundet in meinem tun. ,,Aber es hilft dir doch scharfe Ergebnisse zu erzielen’’. Was ich will, kann die Kamera auch heute mit voranschreitender KI ( Künstlicher Intelligenz ) nicht entscheiden.

Meine Art zu fotografieren ist eher illusionistisch zu betrachten und da würden mir einfach die komplexen Funktionen hinderlich sein. Genau hier kommt die Marke Leica ins Spiel, ich habe noch keine Kamera so passend zu dieser Fotografieform gefunden, wie ich sie betreibe. Ich rede hier auch nicht von Jobs, die ich perfekt umsetzen muss, nein hier geht es um viel mehr, meine eigene Art, meinen persönlichen Charakter in Einklang mit einer Fotografie-Technik zu bekommen.

Wenn ich mich entscheiden dürfte, in welcher Zeit ich leben wollen würde, wären das die 60er. Ich weiß auch nicht warum, aber ich habe eine sehr starke Affinität für diese Zeit. Und irgendwie spiegelt sich das in meiner Fotografie wieder. Und eine Leica unterstützt meine Retrospektive.

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Stichwort ,,RETRO’’ auch bei den Objektiven bin ich anders bewandert, lieber alte als neue Rechnungen, lieber softes Glas, statt knack scharfe, top vergütete Linsen. Ich möchte mehr Seele im Bild, hört sich jetzt komisch an aber ich hoffe Ihr wisst, was ich damit sagen will?

Ich liebe Charakter - Linsen, die diesen Look/Schmelz dieser Zeit wiedergeben, keine perfekten Linsen, die bis zum Rand scharf sind oder die besten Mikrokontraste liefern. Vielmehr liebe ich diesen fast schon organischen Look der Farben und dem alten Bokeh.

Aber hier kommt extra noch ein Blog Eintrag über meine Ansprüche an Objektive in Bezug auf meine Vorlieben.

Was mir der Sensor noch zu perfekt macht, korrigiere ich mit einer schönen flachen Körnung, die in den Schatten reduzierter ist, aber in den Lichtern gedeckt und dennoch schön sichtbar scheint.

Aber ich schweife ab…

Unscharfe Bilder, ich liebe sie und da kommt mir die M auch entgegen, sie hat einfach eine ganz persönliche Beziehung zu einem Foto , da alle Fehler von einem Selbst kommen und nicht von einer Kamera, die durch falsche Interpretation fehlfokussiert hat. Es waren meine Fehler, dass macht es so persönlich und vielleicht auch noch emotionaler, da man sich meistens noch daran erinnern kann, warum es nicht scharf war. Hat man eventuell gezittert, weil es so kalt war, oder weil ich in der Situation zu empathisch war, um schnell zu reagieren. Diese Fehler hätte ich wahrscheinlich nicht gemacht, hätte ich einen IBIS ( In Body Image Stabilization ) oder eine Funktion mit Pre-Fokus / Pre-Burst gehabt oder noch andere krasse Features.

Ein Foto sollte allein durch seine Geschichte, das Gefühl dieser Situation und der Stimmung gefallen tragen. Dabei sollte die technische Seite keine übergeordnete Rolle spielen. Meine Sichtweise. :)

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Es war einfach zu kalt…

Noah


All das sind im Nachhinein doch die kleinen Randgeschichten abseits um das eigentliche Foto herum und den ursprünglichen Grund das Foto zu aufzunehmen.

Es lässt mich alleine mit meinem Motiv und meinem eigenen Wissen über Licht, Blende, Verschlusszeit und was man eben noch so elementares braucht. Das Licht richtig zu sehen und in der Kamera schritte zu konvertieren um eine Anmutung zu bekommen, der meinen Vorstellungen gerecht wird.

,,Das bekommt man aber auch mit anderen manuellen Kameras hin’’. Sicherlich… aber nicht so schön, das gebe ich offen zu. Ich kaufe nur Kameras die mir auch gefallen und das ist für mich die Leica M.

Es ist ein Gefühl, dass ich nur aus diesen genanten Gründen, meine wichtigen Fotos mit einer Leica mache!